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  • kleiner glasow see
  • Ortseingang, (CC-BY) Bürgerverein Groß Schönebeck
  • Die Dorfkirche, (c) Klaus Wackulat
  • Gevatter Storch in der Ernst Thälmann Straße 18, (CC-BY) Bürgerverein Groß Schönebeck
  • Sommer in Groß Schönebeck, (c) Klaus Wackulat
  • Die Schule, (c) Klaus Wackulat
  • Das Jadgschloss, (c) Klaus Wackulat
  • Die Schorfheide, (c) Astrid Kuckartz
  • Die Heidekrautbahn, (c) Klaus Wackulat
  • Der kleine Glasowsee, (CC-BY) Bürgerverein Groß Schönebeck
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Ein Geburtstagsfest für Walter Krumbach

Geschrieben von Rainer Klemke am . Veröffentlicht in Aktuelles

 

Dr. Volker Petzold stellte Leben und Werk von Walter Krumback in Wort, Bild, Film und Ton vor

Über 250 Gäste, darunter die Angehörigen, kamen am 1. April 2017 zur Feier des 100. Geburtstages des Sandmännchendichters und Kinderbuchautors Walter Krumbach in die Immanuelkirche von Groß Schönebeck. Die Brandenburgische Kulturministerin Dr. Martina Münch, Joachimsthals Amtsdirektor Dirk Protzmann (mit Krumbach-Liedinterpretationen von Felix Gröger) und Schorfheides Bürgermeister Uwe Schoknecht würdigten den in Alt Grimnitz geborenen, in Joachimsthal ausgebildeten und 30 Jahre in Groß Schönebeck als freier Autor lebenden Schorfheidedichter.

Der Chor der Immanuelkirche interpretierte sein berühmtestes Lied, das noch heute allabendlich im Deutschen Fernsehen erklingt, in einem Arrangement und unter Leitung von Ron Randolf: Das Sandmannlied, das fast jeder Deutsche singen kann.

Der Schauspieler Oliver Bröker aus Klandorf interpretiert Krumbach-Texte

Dr. Volker Petzold zeichnete das Lebenswerk von Krumbach in einer multimedialen Präsentation u.a. mit der ersten Sandmannsendung und einem erstmals präsentierten Gespräch mit dem Komponisten Wolfgang Richter nach, der nach Krumbachversen sehr viele Kinderlieder vertonte.. Die dazugehörigen Textbeispiele wurden von Pfarrer Stephan Flade, dem Theaterpädagogen Jan Ivers und dem Schauspieler Oliver Bröker live eingesprochen.

Frida Zeidler mit dem Original-Teddy und dem Buch von Walter Krumbach zu der Geschichte

Frida Zeidler erzählte die Geschichte ihrer Oma Birgit Gäbler mit den vergessenen Teddy, die Krumbach in einem eigenen Buch veröffentlicht hatte.

Anschließend konnten die Besucher bei Kaffee und selbstgebackenem Geburtstagskuchen ihre Erinnerungen an die vielfältigen Krumbach-Geschichten, -Liedern und -Figuren austauschen, mit denen nun schon so viele Generationen aufgewachsen sind.

Wegen der vielfachen Nachfrage nach den Grußworten und dem Text des Vortrages von Dr. Petzold wird der Bürgerverein diese in einem kleinen Buch zusammenfassen und demnächst veröffentlichen.

Interessenten wenden sich an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .

 

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Frühjahrsputz 2017

Geschrieben von Jörg Mitzlaff am . Veröffentlicht in Aktuelles

Nein, es war kein Aprilscherz, als der Bürgerverein und der Ortsbeirat am 1. April zum alljährlichen Frühjahrsputz aufrief.

Mit Traktor, Anhänger und Containern wurde denn Müllecken im Ort zu Leibe gerückt.

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Auch die Straßenschilder und Laternenmasten sind zumindest in der Schlufter Straße wieder frei von Hertha BSC-Aufklebern.

Die Kita unter Leitung von Tobias Biermann verschönerte den Ort auf eine besondere Weise, mit bunten, selbstgebastelten Ostereiern und Osterhasen, die über die Grünanlagen des Ortes verteilt wurden.

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Hinterher gab es eine Stärkung bei Bockwurst und Kuchen auf dem Bauhof, ehemals BHG.

Danke, an alle Helferinnen und Helfer.

 

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Sparkassenvorstand Riediger ignoriert Aufforderung von Landrat und Kreistag, Schließung der Sparkassenfiliale in Groß Schönebeck abzufedern Groß Schönebecker kämpfen um die Zukunft des Barnimer "Dorfes mit Zukunft"

Geschrieben von Rainer Klemke am . Veröffentlicht in Aktuelles

Keinen Millimeter kam Sparkassenvorstand Riediger in dem von Landrat Bodo Ihrke angeregten Gespräch mit Ortsvorsteher Hans-Joachim Buhrs und Bürgervereinsvorsitzendem Jörg Mitzlaff am 17. März 2017 entgegen. Sein als großes Entgegenkommen bezeichnetes Angebot, frankierte Umschläge für Zahlungsanweisungen zur Verfügung zu stellen und Kunden zu Lasten eines  Eigenbeitrags von 25 € zu Beratungsgesprächen zur 14,6 km entfernten Filiale fahren zu lassen, ist für die Groß Schönebecker Bürgervertreter „ein schlechter Witz“. Jeder Versicherungsvertreter komme selbstverständlich zu den Kunden nach Hause, wenn er beraten und etwas verkaufen will und die Barnimer Sparkasse wolle nun sogar mit der Beförderungspauschale gewissermaßen „Eintritt“ verlangen für eine selbstverständliche und ertragsbringende Dienstleistung.

Zentrales Diskussionsthema war die Bargeldversorgung, die Riediger durch die Möglichkeit gewährleistet sieht, dass ab einer Einkaufssumme von 20 € bis zu 200 € beim EDEKA-Markt in Groß Schönebeck abgehoben werden könne. Das sei jedoch , so die Kunden der Sparkasse in Groß Schönebeck, weder für die Privatkunden noch für die 63 Betriebe und Geschäfte im Dorf eine Alternative zu einem Geldautomaten vor Ort.

Einige Betriebe sehen - so Ortsvorsteher Hans-Joachim Buhrs - dadurch ihre Existenz und die ihrer Arbeitsplätze bedroht, weil sie fast ausschließlich vom Bargeldverkehr leben, der bislang vor allem aus dem Geldautomaten der Sparkasse gespeist wurde. Buhrs verweist darauf, dass die Geldabhebungen nicht nur an Einkäufe gekoppelt sind, sondern auch in der Höhe wie von der zur Verfügung stehenden Geldmenge her zu begrenzt seien, um Aufträge und Dienstleistungen zu bezahlen oder Mittel für Lohnzahlungen auszureichen. Außerdem gäbe es bei EDEKA kein Bankgeheimnis, sondern nur noch „gläserne“ Kunden. Konkret sähen die Geschäftsleute im Ort eine Abwanderung von Kunden (und damit weitere Geschäftsschließungen im Dorf) voraus, da die motorisierten dorthin abwandern, wo sie auch eine Geldversorgung haben. Außerdem verweist Buhrs auf die rund 600 älteren und behinderten Bürgerinnen und Bürger aus Groß Schönebeck und die umliegenden Ortsteile, die mit Fahrrädern, Elektrofahrstühlen und Rollatoren die Bank und den Geldautomaten in Groß Schönebeck erreichen konnten, nicht aber nach Finowfurt fahren können. Außerdem seien die Mitnahmemöglichkeiten durch Nachbarn sehr eingeschränkt, da die Filiale in Finowfurt kein ohnehin angefahrenes häufiges Fahrtziel darstellt.

Sorgen gibt es auch wegen der Zukunft der Fremdenverkehrsbetriebe im Ort, die die Abwanderung der Schorfheidetouristen befürchten, die bislang wegen Übernachtungen und Urlaub, Wildpark, Jagdschlossmuseen, Natur und den großen Festen p.a. in sechsstelliger Zahl nach Groß Schönebeck kommen, wenn sie bei den meisten Anbietern nicht mit Karte zahlen könnten und keine Bargeldversorgung, z.B. am Sonn- und Feiertagen angeboten werden könne.

Bürgervereinsvorsitzender Jörg Mitzlaff sieht in dem Rückzug der Sparkasse aus der Fläche einen Verstoß gegen das Sparkassengesetz, das gerade mit der Filiale/Geldautomat vor Ort die Sonderrolle der Sparkassen begründet, um die derzeit die Bundesregierung in Brüssel kämpft. Er verweist darauf, dass nach ihm vorliegenden Informationen der Landrat in der Uckermark das Ansinnen der dortigen Sparkasse, Filialen zu schließen, im Verwaltungsrat wegen der Sicherung der Geldversorgung in dem großflächigen Landkreis abgelehnt hat, während im Barnim nun bei einer der flächenmäßig größten Gemeinden (237 qkm) nur noch eine Filiale am äußersten Ostrand des Gebietes existieren soll.

Insgesamt zeigen sich die Groß Schönebecker Bürgervertreter nach der Diskussion im Kreistag sehr enttäuscht über die mangelnde politische Unterstützung und werden bei den anstehenden Wahlen daraus die Konsequenzen ziehen. Mit Blick auf die anstehende Kreisgebietsreform sehen Ortsbeirat und Bürgerverein die Tendenz weiter wachsend, ländliche Gebiete abzuhängen und deren Attraktivität als Lebensraum anstatt zu verstärken und zu fördern, einen Rückzug aus der Fläche und eine zunehmende Konzentration hin zu den Ballungszentren. Dies werde zu weiteren Arbeitsplatzverlusten und Verlusten an Infrastruktur auf dem Lande führen, was durch keinen Wettbewerb "Dorf mit Zukunft" (wofür Groß Schönebeck ausgezeichnet wurde) ausgeglichen werden kann.

Das gelte auch für die Sparkasse. Wer seine Kunden derart im Stich lässt und sie auf online-banking verweist, - so die Groß Schönebecker - muss sich nicht wundern, wenn die sich nach günstigeren Angeboten umschauen. So sei im Ort zu hören, dass immer mehr Sparkassen-Kunden ihre Konten und Anlagen zu anderen Instituten verlagern wollen. Damit werde der von Riediger erhoffte Einspareffekt der Filialschließung durch den damit ausgelösten Kunden- und Umsatzschwund mehr als aufgewogen.

Ortsbeirat und Bürgerverein werden nun beraten, wie man weiter vorgehen will. Ortsvorsteher Buhrs: "Wir werden uns weiter für eine wirkliche Bargeldversorgung für Groß Schönebeck und die umliegenden Dörfer sowie für unsere Gäste einsetzen und auch verschiedene alternativen Lösungsmöglichkeiten prüfen. Da sehen wir uns noch nicht am Ende der Fahnenstange!"

 

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Ein Grüner sieht Rot für die Sparkassen

Geschrieben von Jörg Mitzlaff am . Veröffentlicht in Aktuelles

 

Kein Sozialdemokrat, keine Linker, kein Freier Wähler, nein, ein Grüner Abgeordneter hielt eine flammende Rede für eine gerechte Bargeldversorgung auf dem Land im Westen der Gemeinde Schorfheide und in Lunow.

Stefan Böhmer, Vorsitzender der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Kreistag fand deutliche Worte für das Verhalten der Landrats Bodo Ihrke:

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Zurecht kritisierte er deutlich die mangelnde Bereitschaft der Sparkassen und der verantwortlichen Politiker - Landrat Ihrke eingeschlossen, für eine ausreichende Versorgung der Menschen mit Bargeld zu sorgen.

Mit seinen Fragen brachte er den Unmut und den Frust der Bürger auf den Punkt:

„Wir wollen Wirtschaft in die Peripherie bringen? Wie soll das funktionieren ohne eine Bargeldversorgung? Wie wird eine alternde Bevölkerung an der Peripherie mit Geld versorgt, die nicht mobil sind? Wo bekommen die Senioren Ihre Rente her?“

Formalrechtlich darf der Kreistag dem Landrat in seiner Rolle als Verwaltungsratsvorsitzender der Sparkasse keine Aufgaben erteilen.

Das hat sogar der ehemalige Sparkassenvorstand Josef Keil (SPD), ebenfalls Mitglied des Kreistages, erkannt. Seine Argumentation „Die Politik und der Kreistag darf sich nicht in das operative Geschäft der Sparkasse einmischen.“ geht allerdings meilenweit am Thema vorbei.

Geht es doch hier um eine grundlegende, strategische Entscheidung von großer Reichweite für die Menschen im Barnim: Eine angemessene Grundversorgung mit Bargeld und Finanzdienstleistungen.

Der Antrag der Grünen richtet sich deshalb auch explizit an den Landrat in seiner Rolle als Landrat:

"Der Landrat wird beauftragt, sich als Vertreter des Trägers im Verwaltungsrat der Sparkasse für den Erhalt der Sparkassenfiliale in Groß Schönebeck einzusetzen."

Der Kreisausschuss A4 aka Ausschuss für Territorialplanung, Bauen und Wohnen, Gewerbe und Wirtschaft brachte seine ganze juristische Expertise ein und formulierte der Antrag noch einmal so um, dass er mit Sicherheit nicht mehr vom Landrat kassiert werden kann:

"Der Landrat wird gebeten, im Rahmen der nächsten Verwaltungsratssitzung erneuert die zum 01.07.2017 beabsichtigten Geschäftsstellenschließungen der Sparkasse Barnim zu thematisieren und die Auswirkungen für die betroffenen Kunden, besonders für den Bereich des Bargeldgeschäftes nochmals zu diskutieren."

Der neue Antrag wurde mit großer Mehrheit vom Kreistag angenommen.

Jetzt ist der Ball wieder beim Landrat und den Vorständen der Sparkasse.

Sehr geehrter Herr Ihrke,

Sie können als der Landrat in die Barnimer Geschichte eingehen, der tausenden Barnimern die Geldversorgung genommen hat.

Oder Sie können als ein Landrat in Erinnerung bleiben, der einen fairen Kompromiss aushandeln kann, anstatt sich an seine einmal getroffene Entscheidung zu klammern.

Wir in Groß Schönebeck warten noch immer auf ein Ersatz-Angebot der Barnimer Sparkasse für die West-Schorfheide.

 

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