Freiwillige Feuerwehr

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Jahresbericht der Freiwilligen Feuerwehr Groß Schönebeck 2016

Geschrieben von Kay Bartl am . Veröffentlicht in Freiwillige Feuerwehr

Es ist Freitagabend im Januar und traditionellerweise wieder einmal Zeit einen Rückblick über das hinter uns liegende Jahr zu geben.

Am 15.07.16 erfuhren wir mit tiefer Trauer, dass unsere langjährige Kameradin Regina Grassow verstorben ist. Kameradin Grassow war zuletzt LM und 51 Jahre Mitglied unserer Wehr. Uns wurde die Ehre zuteil sie zu ihrer letzten Ruhestätte zu begleiten.

Unsere Arbeit und Aktivitäten die uns wie die Jahre zuvor sehr viel abgefordert haben wurden ehrenamtlich in unserer Freizeit, neben Beruf und Familie durchgeführt. Dies versteht sich von selbst ist aber nicht selbstverständlich. Bei vielen Aktivitäten bringen die Kameraden/innen ihren Nachwuchs mit so dass sich bei manchem Sprössling die Begeisterung für die Feuerwehr auf das Kind übertragen hat. So sorgen wir zusätzlich neben unserer Jugend-und Öffentlichkeitsarbeit für eigenen Nachwuchs.

Im letzten Jahr haben 2 Kameraden durch Wohnungswechsel die Wehr verlassen. Im Gegenzug konnten wir erfreulicher Weise 2 junge Kameraden aus unserer Jugendfeuerwehr in die aktive Mannschaft übernehmen. Ich möchte mich an dieser Stelle bei unseren 2 Jugendwarten für ihre Arbeit mit den jungen Brandschützern recht herzlich bedanken. Ohne Unterstützung der Kameraden und Eltern wäre einiges in der Jugendfeuerwehr nicht durchführbar. Zusätzlich traten zwei neue Kameradinnen unserer Wehr bei. Ein Kamerad wechselte von der Feuerwehr Klandorf in die Groß Schönebecker Wehr.

Aktuell hat die Feuerwehr Groß Schönebeck 52 Mitglieder. Davon verrichten 32 Kameraden/in ehrenamtlich ihren aktiven Dienst in unserer Wehr.

Entgegen des allgemeinen Trends ist die Mitgliederzahl in der Groß Schönebeck Wehr stabil. Von Nachwuchsproblemen wurden wir bis jetzt verschont.

Obwohl sich die Einsatzzahlen im vergangenen Jahr wesentlich verringerten, bildeten sie doch einen Teil von Aufgaben die wir unter Gefahr von Leib und Leben zu bewältigen hatten. Zu 20 Einsätzen wurde die Schönebecker Wehr gerufen. Das waren

8 THL und 4 VKU`s mit 4 Verletzten Personen.

Die THL und VKU´s verteilten sich wie folgt:

  • 1 THL vollgelaufener Keller
  • 4 THL Baum oder großer Ast auf Straße
  • 3 THL Ölspur
  • 3 VKU mit PKW und je einer verletzten Person
  • 1 VKU LKW gegen Baum mit einer verletzten Person…

Weiterhin rückten wir zu 8 Brandalarmierungen aus die sich wie folgt zusammensetzten:

  • 1 Brand Gebäude/ Stall groß
  • 2 Brand Wald
  • 1 BMA
  • 1 Evakuierungsübung im Heidehaus
  • 1 Brand unklarer Feuerschein klein
  • 1 Brand Gebäude groß
  • 1 Brand Dachstuhl Gebäude groß

Aufgeteilt auf die Monate:

  • Januar 1
  • Februar 4
  • März 0
  • April 2
  • Mai 2
  • Juni 1
  • Juli 0
  • August 2
  • September 3
  • Oktober 2
  • November 1
  • Dezember 2

Der erste Einsatz war am 09.01.2016 und der letzte am 16.12.2016

Obwohl auch wir zeitweise Probleme hatten unsere Einsatzbereitschaft zu gewährleisten, waren ob Tag oder Nacht im Durchschnitt 11 Kameraden zum Einsatz ausgerückt. Zusätzlich waren immer Kameraden im Gerätehaus oder am Telefon als nachrückende Einsatzkräfte auf Abruf in Bereitschaft. Die Ausrücke Zeit, das heißt zwischen Alarmierung durch die Leitstelle und Meldung vom Fahrzeug belief sich im Durchschnitt auf 5,68 min. Auf diese Einsatzbereitschaft können wir Schönebecker Kameraden stolz sein.

Die reine Einsatzdauer belief sich insgesamt auf 56h 44min.

Nicht mitgerechnet ist die Zeit der Nachbereitung wie z.B. die Aufbereitung der Geräte und Einsatzfahrzeuge für den nächsten Einsatz.

Die Bereitschaft zur Ausbildung ist wie in den vergangenen Jahren in der Groß Schönebecker Wehr gleichbleibend hoch. So nahmen Kameraden an den Angebotenen Ausbildungen auf Gemeinde, -Kreis- und Landesebene erfolgreich an den Wochenenden oder nach Feierabend teil:

  • im Januar war ein Kamerad zum Gruppenführerlehrgang an der Landesfeuerwehrschule in Eisenhüttenstadt (LFSE), nach Absolvierung einen weiteren Lehrgangs ebenfalls in Eisenhüttenstadt ist er jetzt berechtigt auf Kreisebene als Ausbilder tätig zu sein, zusammen mit den Kameraden aus Klandorf führten wir im Januar einen 1. Hilfekurs durch
  • im März nahm ein Kamerad am Maschinisten Lehrgang teil
  • im April hat eine Kameradin den LKW Führerschein erworben, ein Kamerad beendete die TM I Ausbildung, drei Kameraden die TM II Ausbildung
  • im September nahmen zwei Kameraden an der Truppführer Ausbildung teil, ein Kamerad besuchte den Maschinisten Lehrgang
  • im Oktober waren zwei Kameraden zum Sprechfunkerlehrgang und ein Kamerad absolvierte den Zugführer Lehrgang an der LFSE
  • 15 Kameraden absolvierten turnusmäßig die DLA Übungsstrecke im FTZ Eberswalde oder aktualisierten die erforderliche Tauglichkeitsuntersuchung A-1 und A-2

Somit ist der aktuelle Ausbildungsstand wie folgt:

  • 2 Zugführer
  • 6 Gruppenführer
  • 10 Truppführer
  • 14 Maschinisten
  • 15 DLA Träger

Im September führten wir zusammen mit der Klandorfer Wehr eine Evakuierungsübung in der Wohnstätte Barnim „Heidehaus“ durch.

Ziel war es, das Zusammenspiel Feuerwehr und Mitarbeiter die Bewohner schnellstmöglich aus ihren Wohngruppen zu evakuieren. Dabei sollten die richtigen Handgriffe, der Umgang mit den teils geistig und körperlich behinderten Bewohnern, deren Betreuung, Abbau von Berührungsängste sowie das kennen lernen der örtlichen Gegebenheiten geübt werden.

Weiterhin fuhren wir zusammen mit der Feuerwehr Klandorf nach Liebenwalde zur Autoverwertung um mit Ihnen die Handhabung und Vorgehensweise der Schere und Spreizer im Ernstfall zu üben. Natürlich waren unsere jungen Brandschützer mit dabei. Sie sollten für den späteren aktiven Dienst begeistert werden.

Vier Kameraden unserer Wehr nahmen an einer Übung zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinegrippe in Eichhorst teil.

Im November fuhren 6 Kameraden zum FTZ nach Eberswalde um sich in einem Brandübungscontainer realitätsnah ausbilden zulassen. Das sollte aus unserer Sicht ein fester Bestandteil in der Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger sein. Selbst ältere und erfahrene Kameraden waren von der Übung begeistert.

Auch die Umrüstung der Funktechnik von analog zu digital erforderte es das wir uns damit intensiv beschäftigten. Die Praxis zeigte uns aber, dass das Digitalfunknetz jedenfalls in unserem Bereich noch recht lückenhaft ist. Wir wichen zur Kommunikation mit der Regional-Leitstelle Nord-Ost meist auf das Handy aus.

Weiterhin wurden alle 9 Dienste und 6 Versammlungen die laut Dienstplan festgelegt waren durchgeführt.

Zusätzlich fanden zusammen mit unseren Familienangehörigen ein Grillabend und eine Weihnachtsfeier statt.

Alle Wartungstermine die einen Werkstattbesuch der Fahrzeuge notwendig machen, das organisieren wir wie immer selbständig. Das Entlastet unseren Gemeindegerätewart und er kann sich anderen Aufgaben widmen.

Dafür möchte ich mich an dieser Stelle bei den Kameraden für ihren großen Enthusiasmus recht herzlich bedanken.

Eine Feuerwehr sollte nicht an die Anzahl der Einsätze gemessen werden. Das die Feuerwehr neben Retten-Bergen-Löschen-Schützen auch einen sozialen Auftrag hat zeigt sich darin, dass wir aus unseren örtlichen Leben nicht mehr weg zu denken sind. Darum berichte ich an dieser Stelle über einen weiteren Aufgabenbereich bei denen wir präsent waren, gern mitgestaltet, abgesichert und mitbegleitet haben.

  • der Neujahrslauf mit anschließender Weihnachtsbaumverbrennung
  • so waren wir mit einer Abordnung zur JHV der FFw Klandorf und Zerpenschleuse
  • das Osterfeuer im Wildpark, Böhmerheide und hier im Ort
  • der 65. Geburtstag vom Pfarrer Flade
  • die JHV unserer ortsansässigen AWO
  • Fahrzeug G5 Treffen in Finowfurt
  • so fuhren einige Kameraden mit Kameraden aus der Klandorfer Wehr nach Hamburg
  • so waren wir zur Eröffnung des EDKA Marktes geladen
  • wir fuhren zur FFw Blumberg um an der Langen Nacht der Barnimer Feuerwehren teilzunehmen
  • wir sicherten den Maibaumumzug ab
  • JHV der Jagdgenossenschaft Groß Schönebeck fand im Gerätehaus statt
  • wir beteiligten uns am Kindertag im Wildpark
  • geladen wurde zum 25 jährigen Jubiläum der SAG
  • Absicherung der Waldfestspiele der Waldschule
  • KiTa Borstelfest wobei die Kinder die Möglichkeit hatten die Handhabung eines Pulverlöscher zu erlernen
  • wir versorgten im Garten der Nationen die Pflanzen regelmäßig mit Wasser
  • geladen waren wir zu einem wirklich tollen Fest zum 112 jährigen Gründungsjubiläum der FFw Hammer
  • zusammen mit einem Traktor mit Anhänger der SAG fuhren wir zur Einschulung mit unseren neuen ABC- Schützen zur Schule wobei bei Ankunft an der Schule viele Eltern emotional gerührt waren und Freudetränen vergossen
  • zu Gast waren wir zur 140 Jahrfeier der FFw Oderberg
  • wir fuhren zum Feuerwehrmuseumsfest nach Kunow bei Gartz an der Oder
  •  ebenso fuhren wir zur 112 Jahrfeier der FFw Germendorf wobei der Ministerpräsident des Landes Brandenburg Herr Woidke uns mehrmals über den Weg lief
  • das Herbstfest der Waldschule mit anschließenden Fackelumzug und Lagerfeuer
  • so fanden hier im Gerätehaus Bürgerversammlungen statt
  • das Team der DRK-Blutspende war vor Ort wobei wieder viele Kameraden als Spender fungierten
  • wir sicherten den Martinsumzug ab
  • mit einer Abordnung waren wir zum Empfang beim Bürgermeisters der Gemeinde Schorfheide Herr Schocknecht , Grund sein 60igster Geburtstag
  • zum 25 jährigen Jubiläum der ortsansässigen AWO
  • wir nahmen an der Lichterkettenfahrt der FFw Zepernick teil
  • Weihnachtsmarkt im Schlosspark, auch da waren wir mit dabei
  • kurz vor Weihnachten hatten wir aus der Grundschule die 1. Klasse im Depot die Plätzchen backten und sich unsere Feuerwehrtechnik anschauten, dies wurde gleich genutzt um für Nachwuchs zu werben

Die eine oder andere Einladung oder Veranstaltung konnte aus Zeitmangel nicht wahrgenommen werden.

Im Juni zum Tag der offenen Höfe im Rahmen der Brandenburger Landpartie haben wir auch mit viel Zuspruch der Besucher wie in den Jahren zuvor teilgenommen. Ein Anziehungspunkt war unsere „alte Löschtechnik“ vor allem der TLF 15 G5. Einige Besucher nutzten auch die Gelegenheit die Handhabung mit einem Pulverlöscher praktisch zu üben. Die intensive Vorbereitung zu dieser Veranstaltung fand in unserer Freizeit statt. Viele Kameradinnen haben Kuchen gebacken. Auch hier wurden wir von der Klandorfer Wehr unterstützt. Kameradin Gielsdorf hatte alle Hände voll zu tun um alle Kinder zu schminken. Die Feuerwehr Finowfurt lieh uns eigens dafür ihr Brandhaus so dass die Kinder fleißig löschen konnten.

Wir nutzten einen Großteil der Veranstaltungen für unsere Öffentlichkeitsarbeit und die Feuerwehr Groß Schönebeck bzw. Gemeinde Schorfheide besser bekannt zu machen. Immer wieder mussten wir feststellen dass ein Anziehungspunkt unserer vorhandenen Technik der LF8 STA LO Robur und der TLF15 G5 war.

Leider sieht das unsere Gemeindewehrführung anders. Statt unsere Öffentlichkeitsarbeit zu würdigen, die ja insgesamt alle Wehren unserer Gemeinde zu Gute kommt, denkt sie nur daran die Fahrzeuge abzuschaffen.

Wir nutzten auch viele Veranstaltungen um die seit Jahrzehnten bestehenden Kontakte mit unseren Nachbarwehren Klandorf, Zerpenschleuse, Hammer und Dölln zu pflegen. Gerade mit der Klandorfer und Zerpenschleusener Wehr stehen wir oft Seite an Seite unseren Mann.

Im Juli fuhren wir zum Gemeindefeuerwehrtag (GFT) nach Eichhorst. Dort starteten wir mit 2 Mannschaften zum Wettkampf Löschangriff. Erstmals startete eine Frauenmannschaft. Die Männer erreichten den 5. Platz, die Frauen den 1. Platz, Glückwunsch!!!

Weiterhin pflegen wir rege Kontakte zu den Nachbarorten vor allem nach Böhmerheide und Schluft wo keine ortsansässige Feuerwehr existiert. Werden wir gebraucht sind wir da.

Wichtig ist für uns die Kommunikation mit unseren Ortsvorsteher Herr Buhrs. Wir sprechen uns über Veranstaltungen die wir mitgestalten ab. Die Vergangenheit hat gezeigt dass es wichtig ist und die gute Zusammenarbeit speziell in unserem Dorf fördert.

Nicht zu vergessen die gute Zusammenarbeit mit Betriebenin unserem Dorf. Ich weiß, dass es nicht selbstverständlich ist, dass Arbeitgeber meine Kameraden für Ausbildungen und Alarmierungen von der Arbeit freistellen.

Aber es ist schön, dass es bei uns so gut funktioniert.

Am 14.Oktober wurde Kamerad Bergk mit seiner Frau für seine ehrenamtliche Tätigkeit bei der Feuerwehr vom Ortsvorsteher Herr Buhrs und Bürgermeister Herr Schoknecht mit einem Essen im Gut Sarnow geehrt. Kamerad Bergk ist in der Regel immer vor Ort und trägt erheblich bei der Aufrechterhaltung der Tagesbereitschaft bei.

Brandmeister Wilhelm Beiersdorf ist seit dem 01.07.1946, also 70 Jahre Kamerad unserer Wehr. Er hat die Wehr nach dem II WK mit neu formiert. Bis heute bringt er sich aktiv in die Groß Schönebecker Wehr ein und unterstützt mit Rat und Tat die jüngeren Kameraden. Vor allem bei der Erarbeitung der Chronik können wir auf die Aufzeichnungen, die er über viele Jahrzehnte gemacht hat, zurückgreifen. Eine Treuemedaille für 70 Jahre war bisher noch nicht vorgesehen.

Am 19.05.2017 ist ein neues Gesetz zur Verleihung von Medaillen und Ehrenzeichen im Brand und Katastrophenschutz in Kraft getreten. Erst ab da ist eine Treuemedaille auch für 70 Jahre vorgesehen. Schnellstmöglich wird sie nachgereicht.

Wir wünschen dir weiterhin viel Gesundheit und das du uns noch lange erhalten bleibst.

Bedanken möchte ich mich für die Zusammenarbeit mit dem Träger des Brandschutzes der Gemeinde Schorfheide.

So haben auch die Mitarbeiter unseres Ordnungsamtes Frau Sydow und Herr Lukat für unsere Probleme ein offenes Ohr. Sie versuchen immer für uns eine gute Lösung zu finden, aber auch ihnen sind manchmal die Hände gebunden.

Demgegenüber gestaltete sich die Zusammenarbeit mit der GWF und einigen Wehren unserer Gemeinde zum Teil als sehr schwierig. Dies verursachte wie auch in den Jahren zuvor viel Unruhe und Unmut in unserer Wehr.

So mussten wir erfahren, als ein neues Gerät oder sogar ein Fahrzeug für die Groß Schönebecker Wehr beschafft wurde, statt sich für die jeweilige Wehr zu freuen kam leider meist Neid und Missgunst auf.

Auch wurde von der Gemeindewehrführung (GWF) nicht verstanden, dass die aus unserer Sicht überflüssige gemeinsame Jahreshauptversammlung (JHV) mit allen Wehren der Gemeinde die Einsatzbereitschaft gefährdet und sie damit fahrlässig handelt. Es sei denn einige Kameraden sollen bewusst von der JHV ausgeschlossen werden um in ihren Ortsteilen die Einsatzbereitschaft für unsere Bürger aufrecht zu erhalten. Das können wir so nicht akzeptieren. Denn alle Kameraden leisten ihren Beitrag. Wer übernimmt die Verantwortung wenn wir gebraucht werden aber nicht vor Ort sind? Fakt ist ich als Ortswehrführer (OWF) der Freiwilligen Feuerwehr Groß Schönebeck bin dann der erste Ansprechpartner für die Bürger und nicht die GWF.

Wir meinen auch die finanziellen Mittel die die gemeinsame JHV verursacht, könnte effektiver verwendet werden z.B. für den GFT. Nur da können wir uns den Bürgern der Gemeinde geschlossen präsentieren, für Nachwuchs werben und über unsere Arbeit informieren.

Zum Abschluss meines Jahresrückblicks möchte ich mich bei allen Kameradinnen und Kameraden für Ihre ständige Einsatzbereitschaft und für euer Vertrauen ganz herzlich bedanken.

Auch wenn ich hin und wieder aus beruflichen Gründen nicht an Eurer Seite stehen kann so weiß ich, dass ich mich auf Euch verlassen kann.

Mein Dank gilt auch den Angehörigen meiner Kameraden, die dieser ehrenamtlichen Tätigkeit sehr viel Verständnis entgegen gebracht haben, in diesem Sinne wünsche ich allen Kameraden und Kameradinnen sowie unseren Gästen für das Jahr 2017 viel Erfolg, ein weiterhin gutes Miteinander vor allem aber Gesundheit.

 

Ortswehrführer Kay Bartl

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Fahrzeugpark der Freiwilligen Feuerwehr Groß Schönebeck

Geschrieben von Jörg Mitzlaff am . Veröffentlicht in Freiwillige Feuerwehr

Sehr beeindruckend, die Fahrzeuge der Feuerwehr aufgereiht vor der Feuerwache in der Ernst-Thälmann-Str.

IMG 4675

 

Die Fahrzeuge von links nach rechts:

- TLF 16/25 vom Typ MAN BJ 2002
- LF8 TSA vom Typ LO Robur BJ 1975
- TLF 20/40 vom Typ MAN BJ 2014
- TLF 15 vom Typ G5 BJ 1956
- VGW vom Typ VW Syncro BJ 1997
- MTW vom Typ Ford Transit BJ 2006

 

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Jahreshauptbericht der Freiwilligen Feuerwehr Groß Schönebeck 2015

Geschrieben von Kay Bartl am . Veröffentlicht in Freiwillige Feuerwehr

 Die Freiwillige Feuerwehr Groß Schönebeck gibt ein Rückblick über die Arbeit vom Vergangenen Jahr 2015.

Mit tiefer Trauer haben wir vom Tod unseres langjährigen Kameraden Kurt Henschke am 05.04.15 erfahren. Kamerad Henschke war zuletzt OBM und 59 Jahre Mitglied unserer Wehr. Er wurde 83 Jahre alt. Uns wurde die Ehre zuteil ihn als Träger zu seiner letzten Ruhestätte zu begleiten.

Kamerad Henschke war unter anderem im Wirkungsbereich Kreis Bernau tätig und hat durch seine Arbeit das Feuerwehrwesen mit vorangebracht.

Im letzten Jahr haben 2 Kameraden die Wehr verlassen. Im Gegenzug konnten wir 3 junge Männer für den ehrenamtlichen Dienst in unserer Wehr neu gewinnen. Aktuell hat die Feuerwehr Groß Schönebeck 52 Mitglieder. Davon verrichten 31 Kameraden/in ehrenamtlich ihren aktiven Dienst in unserer Wehr.

An den angebotenen Ausbildungen auf Gemeinde, -Kreis- und Landesebene haben auch Kameraden erfolgreich an den Wochenenden oder nach Feierabend teilgenommen:

  • Im Monat März Kamerad Brüssow und Röper zum Maschinisten, Kamerad Friedrich und Knöpnadel zum THL Lehrgang
  • Im Monat April Kamerad/in Schulz und Poppe zur TM ll Ausbildung, Kamerad Ehrke zum AGT Lehrgang
  • Im Monat Juni war Kamerad Knöpnadel in der LSFE zur praktischen AGT Ausbildung im Brandhaus
  • Im Monat September waren 6 Kameraden mit zwei TLF`s zum Fahrsicherheitstraining auf dem Flugplatz Dölln
  • Im Monat November war Kamerad Müller zum AGT Lehrgang
  • Im Monat Dezember erhielten 19 Kameraden zusammen mit Kameraden aus Klandorf nach Feierabend die Einweisung für den Digitalfunk
  • 15 Kameraden absolvierten turnusmäßig die DLA Übungsstrecke im FTZ Eberswalde oder aktualisierten die erforderliche Tauglichkeitsuntersuchung A-1 und A-2 in der Praxis Dr. Kunkis.
  • Kameradin Kubatzki hat die theoretische LKW Führerscheinprüfung bestanden

 

 

Somit ist der aktuelle Ausbildungsstand wie folgt:

 

 

  • 1 Zugführer
  • 5 Gruppenführer
  • 8 Truppführer
  • 12 Maschinisten
  • 15 DLA Träger

 

 

Es ist für uns Kameraden nicht immer einfach zusätzlich Zeit nach Feierabend oder vor der Arbeit, bei manchen sogar während der Arbeit für die Aufgaben im Ehrenamt unserer Feuerwehr zu finden. Viele Kameraden haben mittlerweile eine Familie gegründet oder arbeiten außerhalb unseres Ortes im Schichtdienst incl. Wochenenden und Feiertage. Wir arrangieren uns in unserer Freizeit gern um unsere Wehr am laufen zu halten auch um die Anforderungen unserer Bürger gerecht zu werden. Bei manchen Einsätzen wurden wir sogar von betroffenen Bürgern die unsere Hilfe brauchten, so geschehen in Böhmerheide, nachts mit warmen Getränken versorgt. Das ist ein Stückweit Dankbarkeit die uns Kameraden motiviert weiter zu machen.

Aber ich muss auch sagen ohne das Verständnis der Familie wäre unsere Wehr nicht das was sie ist

               „Eine gut funktionierende Wehr“.

Die Pflege und Wartung unserer vorhandener vor allem alten robusten Technik und unseres Gerätehauses erforderte wie die Jahre zuvor viele zusätzliche Stunden.

      

Mit Stolz kann ich sagen dass auch viel Iniative von meinem Kameraden selbständig ausgegangen ist.

Allen Kameraden möchte ich dafür meinen herzlichen Dank aussprechen.

Nun aber erst einmal zu den Einsätzen des vergangenen Jahres. Gegenüber 2014 erhöhte sich die Einsatzzahl um 17 auf 37 Einsätze wobei die Hauptaufgabe war THL und VKU´s zu bewältigen.

Einen Schwerpunkt bildete der Januar durch diverse Sturmschäden wobei auch Doppelalarmierungen pro Tag keine Seltenheit waren.

Der erste Einsatz war am 09.01.15 und der letzte am 27.12.15

Wir wurden zu 25 THL und VKU´s mit 4 Verletzten, davon 1 eingeklemmte Personen alarmiert.

3 Personen verstarben.

Die THL und VKU´s verteilten sich wie folgt:

 

 

  • 5 VKU`s mit 4 verletzten Personen 1 eingeklemmt sowie 2 Tote
  • 1 THL zur Beseitigung einer Ölspur
  • 13 THL zu Beseitigung von Bäume und Holzmasten
  • 3 THL Person in Not mit 1Bootsbergung und einer toten Person
  • 1 THL Einrichtung eines Hubschrauberlandesplatzes
  • 1 THL Tier in Not

 

 

Zwei VKU`s waren von besonderer Tragik wobei 2 Junge Menschen starben. Im April konnte zusammen mit den Kameraden der FFW Zerpenschleuse nur ein Toter geborgen werden wobei das Fahrzeug nach einen Zusammenstoß an einem Baum in zwei Hälften zerfetzt war oder im Juni wobei ein PKW Fahrer frontal gegen einen Baum fuhr, massiv eingeklemmt wurde und das Fahrzeug vermutlich durch den Aufprall sofort Feuer fing. Da wir durch Zufall gerade im Gerätehaus waren, sind wir unmittelbar nach Alarmierung mit einem TLF am Unfallort eingetroffen, das Fahrzeug brannte in voller Ausdehnung. Nebenbei wurde noch ein Hubschrauberlandeplatz eingerichtet. Dann kam für uns der grausame Augenblick die bis zur Unkenntlichkeit verbrannte Leiche mit Schneid-Spreizgerät aus dem Fahrzeug zu bergen.

Weiterhin rückten wir zu 12 Brandalarmierungen aus die sich wie folgt zusammensetzten:

 

 

  • 2 unklare Rauchentwicklung
  • 2 PKW Brand
  • 1 LKW Brand
  • 1 Transporter Brand
  • 3 Gebäude Brände
  • 1 Brand von mehreren Heuballen
  • 1 Alarmierung durch BMA
  • 1 Fehlalarm

 

Verteilung der Einsätze auf die Monate:

  • Januar 8
  • Februar 1
  • März 4
  • April 5
  • Mai 2
  • Juni 4
  • Juli 2
  • August 2
  • September keinen
  • Oktober 4
  • November 3
  • Dezember 2

 

 

Ich war immer wieder aufs Neue erstaunt, in welch kurzer Zeit meine Kameraden bei Alarmierung, egal zu welcher Tages und Nachtzeit, zum Gerätehaus geeilt sind obwohl es nicht immer leicht war stets alles stehen und liegen zu lassen.

Obwohl auch wir zeitweise Probleme hatten unsere Einsatzbereitschaft zu gewährleisten, waren ob Tag oder Nacht im Durchschnitt stolze 10 Kameraden zum Einsatz ausgerückt. Zusätzlich waren immer Kameraden im Gerätehaus oder am Telefon als nachrückende Einsatzkräfte auf Abruf in Bereitschaft. Die Ausrücke Zeit, das heißt zwischen Alarmierung durch die Leitstelle und Meldung vom Fahrzeug belief sich im Durchschnitt auf 4,5 min. Auf diese Einsatzbereitschaft können wir Schönebecker Kameraden stolz sein.

Die reine Einsatzdauer belief sich insgesamt auf 51h 53min.

Nicht mitgerechnet ist die Zeit der Nachbereitung wie zB. die getrockneten Schläuche aufrollen, Schärfen der Ketten von Motorsägen oder Reinigung der Fahrzeuge und Geräte.

Weiterhin wurden 5 Versammlungen durchgeführt. Da unsere Aufgaben in den Jahren wesentlich gewachsen sind haben wir die Dienste auf 10 erhöhen.

Dies nutzten wir um unsere theoretischen und praktischen Kenntnisse zu festigen bzw. zu proben. So fuhren wir zusammen mit der Feuerwehr Klandorf nach Liebenwalde zur Autoverwertung um mit Ihnen gemeinsam die Handhabung und Vorgehensweise der Schere und Spreizer im Ernstfall zu üben, oder absolvierten gemeinsam die Einweisung in den Digitalfunk.

Über einen weiteren Aufgabenbereich bei denen wir über das vergangene Jahr präsent waren, gern mitgestalteten, abgesichert und mitbegleitet haben möchte ich an dieser Stelle berichten.

 

 

  • Feier der Groß Schönebecker Fußballer
  • JHV bei unseren Nachtbarwehren Klandorf und Zerpenschleuse
  • Faschingslauf
  • So hatten wir mehrmals Besuch von Schülern aus der Robinsonschule
  • So beteiligten wir uns am Frühjahrsputz
  • Diverse Bürgerversammlungen
  • Mehrmaliges zur verfügungsstellen unseres Gerätehauses für das DRK zur Blutspende mit Beteiligung zahlreicher Kameraden als Spender
  • Zu Ostern die Osterfeuer im Wildpark, auf der Festwiese sowie im Böhmerheide
  • JHV der AWO
  • Abschiedsfeier von der Gastronomie Imre Estergaliusch
  • Maibaumfestumzug
  • So waren wir im April in der RBB Serie “ Eine Sommertour durch Brandenburg“ mit unserem TLF 15 G5 präsent wodurch wir Besuch von Gästen hatten die extra nach Groß Schönebeck gekommen waren um unseren Tanker G5 einmal Live bestaunen zu können
  • Mehrmalige Absicherung der Waldfestspiele unserer Waldschule
  • So feierten wir ausgiebig mit der FFw Zerpenschleuse ihr 110 Jähriges Gründungsjubiläum
  • Das 25 Jähriges Gründungsjubiläum des Schorfheidemuseums
  • JHV der Groß Schönebecker Jagdgenossenschaft
  • Kinderfest im Wildpark
  • So erfuhren wir ein Besucheransturm zur Landpartie bzw. zum Tag der offenen Höfe
  • Wir unterstützten unsere Biathleten
  • Ebenso das Fußballturnier der Groß Schönebecker Kinder
  • So waren wir zur Absicherung einer Feuershow bei einer Hochzeit im Döllnseehotel bestellt
  • Wie halfen bei einen Tagesausflug unserer KiTa
  • Zur Fahnenweihe der FFw Ruhlsdorf
  • So nahmen wir mit unserem G5 Tanker am Festumzug anlässlich der 700 Jahrfeier Ruhlsdorf`s teil
  • Geladen waren wir zum 25. Jubiläum der Lebenshilfe
  • Zum KiTa Borstelfest
  • So unterstützten wir unsere kleine GS beim Kartoffelfest
  • Herbstfest im Schloßpark mit anschließenden Lampionumzug und Lagerfeuer
  • Begleitung bzw. Absicherung des Martinsumzugs

 



Unserer Arbeit und Aktivitäten die uns wie die Jahre zuvor sehr viel abgefordert haben wurden ehrenamtlich in unserer Freizeit, neben Beruf und Familie durchgeführt. Dies versteht sich von selbst ist aber nicht selbstverständlich.

Weiterhin feierten wir den 40. Geburtstag von Kamerad Schure, den 85. Geburtstag des Kameraden Horst Grassow sowie den 85. Geburtstag von Kamerad Willi Beyersdorf wobei natürlich viel aus den alten Zeiten erzählt wurde, nicht zu vergessen im April den 50.Geburtstag des OWF der FFw Klandorf Kamerad Uwe Vogt und den 50.von unserem Mario den wir ausgiebig gefeiert haben und Kamerad Köhlke mit einem persönlichen Einsatzfahrzeug ausgestattet wurde.

Auch haben sich zwei Männer unserer Wehr, Kamerad Nicky Müller und Guido Baumert getraut und haben sich jeweils mit ihren Frauen das Ja Wort gegeben.

Dann hatten wir noch die offizielle Übergabe unseres neuen TLF 20/40 zu feiern wobei außer den Gästen aus Amt und Würde einige Wehren der Gemeinde sowie die Kameraden der Feuerwehr Zerpenschleuse und Hammer anwesend waren.

Dann gab es noch unser traditionelles Sommerfest zu feiern wo wir Kameraden aus dem Feuerwehrmuseumsverein Kunow als Gäste hier hatten.

Dann nahmen wir am GFT in Lichterfelde teil wobei wir im Wettkampf Löschangriff den 3. und 4. Platz erreichten und zum Schluß war sogar noch Zeit für unsere eigene Weihnachtsfeier. Dort konnten die Kinder den Weihnachtsmann begrüßen und gemeinsame Lieder singen.

Wir nutzten auch viele Veranstaltungen um die seit Jahrzehnten bestehenden Kontakte mit unseren Nachbarwehren Klandorf, Zerpenschleuse, Hammer und Dölln zu pflegen. Es ist immer wieder hilfreich sich über Probleme, Ansichten und Erfahrungen auszutauschen. Da sind für uns keine Gemeindegrenzen existent.

So haben auch die Mitarbeiter unseres Ordnungsamtes Frau Sydow und Herr Lukat für unsere Probleme ein offenes Ohr. Aber auch ihnen sind manchmal die Hände gebunden. Auch die Absprache und Zusammenarbeit mit dem Gemeindegerätewart Kamerad Weiler funktioniert.

Die Zusammenarbeit mit den Ortsvorstehern in den Ortschaften Schluft und Böhmerheide gestalten sich als Problemlos. Wenn wir gebraucht werden kommen wir und helfen. So geschehen in Böhmerheide wenn wir dort einige Veranstaltungen mit absichern oder als wir nach Schluft zur Ortsbeiratssitzung eingeladen wurden um dort besorgten Bürgern über unsere vorbeugende Brandschutzarbeit zu informieren. Herr Fiebig und Herr Schmidt haben für uns ein offenes Ohr.

Wichtig ist für uns die Kommunikation mit unseren Ortsvorsteher Herr Buhrs. Wir sprechen uns über Veranstaltungen die wir mitgestalten ab oder um im Vorfeld Gerüchte und Meinungen über unsere Wehr richtig darzulegen. Die Vergangenheit hat gezeigt dass es wichtig ist und die gute Zusammenarbeit speziell in unserem Dorf fördert.

Nicht zu vergessen die gute Zusammenarbeit mit Betrieben in unserem Dorf. Ich weiß das es nicht selbstverständlich ist, dass Arbeitgeber meine Kameraden für Ausbildungen und Alarmierungen von der Arbeit freistellen.

Aber es ist schön das es bei uns so gut funktioniert.

Demgegenüber gestaltet sich die Zusammenarbeit mit einigen Wehren und der GWF unserer Gemeinde als sehr schwierig. Dies verursachte wie auch in den Jahren zuvor viel Unruhe und Unmut in unserer Wehr.

Manche Ansichten von der Umsetzung der Theorie in die Praxis sind für uns absolut nicht akzeptabel.

Es ist richtig, dass Grundsätze zur Sicherheit für Leib und Leben eingehalten werden müssen, aber die Alarmierung keine Rücksicht über die Verfügbarkeit der Kameraden nach Ausbildungsstand nimmt. Sehr oft ist je nach Einsatz Improvisationstalent gefragt.

Die Groß Schönebecker Wehr hat in den letzten Jahren viele Zugeständnisse gegenüber der GWF gemacht. Dennoch ist die GWF nicht kompromissbereit und wollen von ihren Standpunkten nicht weichen. Das zeigt uns, dass sie keinen besonders guten Führungsstiel vorzeigen. So wird wiederholt durch die Gemeindewehrführung die gemeinsame JHV aller Wehren durchgeführt. Vor einigen Jahren war es schon einmal Thema, die Praxis hat gezeigt dass es nicht funktionierte. So auch im letzten Jahr wo über uns auf ganz unkameradschaftlicher Weise Gericht gehalten wurde. Aus unserer Sicht gefährdet die GWF durch solche Veranstaltung die Einsatzbereitschaft der Wehren und die Sicherheit der Bürger und verschwenden noch dazu Steuergelder. Dafür könnten notwendige Ausrüstungsgegenstände angeschafft werden. Wir haben uns wiederholt geschlossen dafür entschieden auch dieses mal nicht an der gemeinsamen JHV teil zu nehmen. Für uns ist die eigene JHV etwas besonderes, ein Kameradschaftsabend etwas anderes. Ein bisschen Eigenständigkeit der Wehren in der Gemeinde zu erhalten sollte doch möglich sein.

Es ist aus der Sicht der GWF leicht zusagen ich muss in der Wehr Überzeugungsarbeit leisten um meine Kameraden zu beeinflussen. Das kann ich aber nicht tun wenn ich selbst von dieser Sache überhaupt nicht überzeugt bin, auch ich als OWF habe mich manchmal nach dem Willen meiner Kameraden zu richten. Aber trotz alledem auf uns ist Verlass, wir stehen zu unseren Aufgaben und weit darüber hinaus.

                      

Zum Abschluss meines Jahresrückblicks möchte ich mich bei allen Kameradinnen und Kameraden für Ihre ständige Einsatzbereitschaft und für euer Vertrauen ganz herzlich bedanken.

Auch wenn ich hin und wieder aus beruflichen Gründen nicht an Eurer Seite stehen kann so weiß ich, dass ich mich auf Euch verlassen kann.

Bedanken möchte ich mich auch bei Kamerad Driever und Kameradin Kubatzki für ihren Enthusiasmus den sie unserer Jugendfeuerwehr entgegen gebracht haben.

Mein Dank gilt auch den Angehörigen meiner Kameraden, die dieser ehrenamtlichen Tätigkeit sehr viel Verständnis entgegen gebracht haben.

Ich bitte auch um Nachsehen wenn meine Kameraden wieder einmal alles stehen und liegen lassen müssen wenn die Sirene ertönt.

Nicht zu vergessen unsere Frauen die zum Teil auch Mitglied unserer Wehr sind. Nicht selten wurden wir nach einer anstrengenden Einsatznacht oder morgens nach einem Einsatz mit einem Frühstück überrascht oder wurden zu Feierlichkeiten mit diversen Speisen versorgt. Auch Ihnen möchte ich mein herzlichen Dank aussprechen.

Ortswehrführer

Kay Bartl

 

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Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Groß Schönebeck

Geschrieben von Jörg Mitzlaff am . Veröffentlicht in Freiwillige Feuerwehr

Erst spät nach den großen Verwüstungen des 30jährigen Krieges begann in Preußen zu Beginn des 18. Jahrhunderts der Versuch, die mitunter großen Dorfbrände durch Gesetz einzudämmen. Am 1.Oktober 1708 erließ König FRIEDRICH I. eine erste Anordnung zur Verhütung von Bränden. Um 1714 erfolgten erste Erhebungen in den Ämtern der Mark über vorhandene Feuerlöschgerätschaften. 1718 erneuerte FRIEDRICH-WILHELM I. das Edikt seines Vaters.

Bis zum Jahre 1714 scheint es üblich gewesen zu sein, dass die Groß Schönebecker, wenn sie zur Bekämpfung von Waldbränden in den Königlichen Forsten gerufen wurden, mit Bier und Brot auf Kosten des Amtes versorgt worden sind.

Groß Schönebeck war 1743 eines der am besten ausgerüsteten Dörfer der Mark Brandenburg mit Löschgeräten. Es besaß für seine 117 Feuerstellen(Wohnungen):

  • 12 Feuerleitern mit Rollen und Hebestangen
  • 23 Feuerhaken
  • 20 Haus- und Dachleitern
  • 14 lederne Eimer
  • 5 kleine hölzerne Spritzen

Vermutlich um 1753 wurde für 100 Taler die erste große tragbare Feuerwehrspritze aus Holz mit 15,65 m Schlauch angeschafft.

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             

Die Ansicht eines ersten massiven Spritzenhauses geht aus dem Jahre 1858 hervor. Es befand sich am gleichen Standort wie das heutige Gerätehaus.

Nach diversen Großbränden schlossen sich dann einige Bürger von Groß Schönebeck zusammen und gründeten laut Satzung am 10.10.1903 die Freiwillige Feuerwehr Groß Schönebeck.

Außer der Anschaffung von Uniformen blieben die Löschgerätschaften im Wesentlichen die gleichen. Erst nach dem 1. WK nahm die Umwandlung zu einer motorisierten, schlagkräftigen Feuerwehr immer mehr Formen an. Die alten Spritzen wurden verschrottet, verkauft oder für den Notfall bereitgehalten. Groß Schönebeck erhielt ein neues Feuerwehrauto und ein neues Gebäude.

1932 werden für die GS Feuerwehr 40 Mitglieder mit 3 Steigerausrüstungen genannt.

1934 verringerte sie sich auf 37 Mitglieder und hält sich so bis zum Beginn

des Krieges 1939.

1936 fand der Umbau des Gerätehauses, mit gleichzeitigem Anbau des Turmes zum Trocknen der Schläuche statt.

Mit der zunehmenden Bedeutung der Schorfheide als Ausflugsziel und als Sitz der Verwaltung der „Stiftung Schorfheide“ wurde die Wehr immer mehr ausgerüstet. In dieser Zeit des Nationalsozialismus ist die Wehr mehr und mehr als politisches Machtinstrument benutzt worden, obwohl die politische Agitation, wie in späteren Zeiten nie im Vordergrund stand obwohl ein großer Teil Anhänger oder Mitglied der NSDAP war

Die politischen Veränderungen hatten jedoch einen besonderen, den Feuerwehraufgaben zu Gute kommenden Vorteil.

In einer Besprechung unter der Leitung des Staatssekretärs Körner am 10.06.1937 im Jagdhaus Klein Dölln, ist festgelegt worden, dass unter anderem die Groß Schönebecker Wehr in erhöhter Alarmbereitschaft verbleibt und noch fehlende Ausrüstungsgegenstände umgehend zu beschaffen seien.

Bei einer Alarmierung der Ortswehr benötigte diese für die 11km bis zum Posten 1 der Wache Carinhall 15min.

Groß Schönebeck wollte ihren Ehrenbürger, den damaligen preußischen Ministerpräsidenten Hermann Göring, nicht enttäuschen und kauften zur Verbesserung des Löschwesens im September 1937:

  • 1 Feuerwehrmannschaftswagen mit 14 Sitzplätzen für 4.725,00 RM
  • 1 Magirus Kleinmotorspritze mit 800l/min für 3.616,80 RM
  • 1 Gerätewagen

Dazu kamen noch 200m B-Schlauch aus Hanf. Die Gesamtkosten von 9.045 RM wurden von Kreis Niederbarnim in Höhe von 2.000 RM bezuschusst.

Mit dem nahenden Ende des 2.WK, der ebenfalls große Lücken in den Reihen der Feuerwehr geschlagen hatte, erinnerte sich die politische Dorfführung des Feuerwehrautos. Beladen mit den Unterlagen der Dorfverwaltung, versuchten sich einige Mitbürger zu den amerikanischen oder englischen Linien durchzuschlagen.

Schon kurz nach Einmarsch der Roten Armee1945   wurde der Neuaufbau der öffentlichen Verwaltung und damit auch das Feuerwehrwesen organisiert. Auf Befehl des sowjetischen Oberkommandanten wurde Wilhelm Grassow beauftragt, die Feuerwehr neu aufzubauen. Im nahe gelegenen Wohnhaus des Bauern Karl Seefeld erhielten sie Räume zugewiesen, in denen sich einige Kameraden Tag und Nacht in Bereitschaft halten mussten.

Ab der zweiten Jahreshälfte 1945 war die Feuerwehr wieder einsatzbereit, jedoch ohne Feuerwehrauto.

An Motorspritzen waren vorhanden:

  • 1 Pumpe mit einer Leistung von 800l/min der Firma Flader vom Typ KTS 8133-22A, angetrieben durch einen DKW 28 PS Motor
  • 1 Pumpe mit einer Leistung von 400l/min der Firma Flader vom Typ ZW 1 mit einem 14,5 PS Motor

Die DKW Spritze und einige Schläuche holten der Kamerad G. Stöcker und W. Grassow aus dem Bestand von Carinhall mit einem Pferdewagen, noch bevor es Kameraden aus anderen Orten gelang.

Im Frühjahr und Sommer des Jahres 1946 brachen vermehrt Waldbrände aus, die verursacht durch die in den Wäldern lagernden sowjetischen Truppen oder durch Brandstiftung. Aus Mangel an fahrbarer Technik musste überwiegend der Weg zur Brandstätte zu Fuß zurückgelegt werden. Selbst Fahrräder waren Mangelware. Problematisch war auch immer wieder der Transport der beiden Motorspritzen, die erst auf ein heranzuschaffendes Fahrzeug verladen werden mussten. Diese Zustände konnten nicht von Dauer sein. Das verstand auch der Landrat.

Am 06.10.1947 verfügte er, dass der in der Gemeinde Malz stehende, unbenutzte alte Wehrmachtsmannschaftswagen vom Typ Horch V8 mit sofortiger Wirkung der Feuerwehr Groß Schönebeck zu übergeben war. Nach einigen Umbauten war die Wehr wieder mobil.

Durch den neuen politischen Einfluss durften ab 12.10.1947 per Durchführungsverordnung ehemalige NSDAP Mitglieder oder ihrer Gliederungen nicht Mitglieder der Feuerwehr werden.

Doch an der Basis, besonders auf dem Lande, wo man sich kannte, wurde das alles nicht so genau genommen. Jedenfalls waren unter den verbliebenen 30 Mitgliedern der Feuerwehr, die den Krieg überlebt hatten 19 ehemalige Parteimitglieder. Hätten diese nicht aufgenommen werden können, es hätte wohl in Groß Schönebeck keine Feuerwehr mehr gegeben.

Um die Feuerwehr im Bestehen zu erhalten folgte 1949 mit 13 jungen Brandschützern die Gründung einer Jugendgruppe.

Schon jetzt machte sich die Mangelwirtschaft im OST-Sektor bemerkbar. Wichtige Ersatzteile für den Horch waren sehr schwer oder gar nicht zu beschaffen. Da half es nur in den WEST-Sektor zu reisen um die benötigten Teile zu beschaffen. Selbst bis in den 50iger Jahren hatte das Feuerwehrauto kein Ersatzrad. Holz und Kohle zum beheizen des Gerätehauses musste aus privaten Bereichen beschafft werden.

Obwohl schon 10 Jahre Frieden herrschte, war 1955 die Angst vor einem Konflikt mit dem „Klassengegner“ bei den politischen „Kadern“ allgegenwärtig. Es war noch die Zeit der offenen Grenzen und auch einige Groß Schönebecker Feuerwehrmänner sahen im Aufbau des Sozialismus unter der Führung der Arbeiter und Bauernmacht nicht mehr ihre Zukunft und wechselten die Sektorengrenze in die Bundesrepublik.

Bürgermeister Hube richtete sich in einer Bekanntmachung, am 15.07.1955 an die Bürger mit dem Inhalt, dass männliche Einwohner im Alter von 18-65 Jahre zur Flurwache zu zwei Schichten von 22:00-1:00 und 1:00-4:00 Uhr zwangsweise zu verpflichten.

Zwischenzeitlich war der Wehrmachts-Horch in die Jahre gekommen und die Ersatzteilbeschaffung aussichtslos. Der Horch wurde außer Dienst gestellt und ein neues Feuerwehrauto LF 8 mit TSA Typ Garant in den Dienst gestellt.

1956 gehörten der Feuerwehr 48 Kameraden an. Als Einsatzgebiet galt jetzt der Bereich Schluft, Klandorf, Marienwerder und Zerpenschleuse.

Die nachfolgenden Jahre waren geprägt von verschiedenen Einsätzen nicht nur bei Bränden und Unfällen. Zum Beispiel hatte die Wehr zum 1. Mai, 7. Oktober oder zu Wahlterminen zwei Kameraden abzustellen, die im Ort Streifendienst versahen, um mögliche Übergriffe des „Klassengegners“ rechtzeitig zu erkennen.

Eine außerordentliche Besonderheit in der Entwicklung der Feuerwehr war im Oktober 1963 die Gründung einer Feuerwehr-Frauengruppe unter der Leitung von Kameradin Lisa Stöcker. Schon ein Jahr später erreichte sie eine Stärke von 12 Frauen.

In den 60iger Jahren erreichte die Ortswehr mit 47 Kameraden/innen und 5 Reservisten ihre bisher größte Stärke und bildete mit Biesenthal und Schönow die zweitstärkste Feuerwehr des damaligen Kreises Bernau.

Am 02.Mai 1975 gelang die Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeugs vom Typ Robur LO 2002 A, zum Preis von 58.538 Mark mit einem Schlauchtransportanhänger zum Preis von 3.814 Mark. Zeitnah musste der Robur einen Austauschmotor erhalten. Der Originalmotor war defekt. Der Garant wurde im Gegenzug außer Dienst gestellt.

Jährlich wurden zusätzlich vom 17.10. bis 25.10.1987 in 501 Haushalten die Brandschauen durchgeführt. Auch mancher „Brand“ eines Kameraden konnte dabei ausgiebig gelöscht werden.

Zum 85. jährigen Bestehen der FFw Groß Schönebeck am Sonnabend, dem 30. April 1988, ist der erste Neubau, der nach 1945 am Gerätehaus errichtet werden konnte, eingeweiht werden. In vielen freiwilligen Arbeitsstunden, es sollen 4.120 h gewesen sein, errichteten die Kameraden den so dringend benötigten neuen Aufenthaltsraum.

Dadurch waren die von den Kameraden abzusichernden und jährlich bei hoher Trockenheit wiederkehrenden Waldbrandwachen bedeutend erträglicher geworden.

Bis zum Ende des Jahres 1989 liefen noch alle Alarmmeldungen unter der Telefonnummer 112 bei dem Kameraden W. Beyersdorf ein. Der dann, egal ob Tag oder Nacht den Alarm auslöste. Die Ausrückezeiten lagen um die 3 min.

Nach dem 1989 die Grenze fiel und das politische System zerbrach, rückten die Kameraden noch enger zusammen.

Über einer Zeitungsannonce gelang es von der Berliner Feuerwehr aus Charlottenburg 1990 durch das neue gegründete Amt Groß Schönebeck einen gebrauchten MAN Tanklöschwagen BJ 1973 mit 2400l Wasser zu beschaffen. Dieses Fahrzeug bildete jahrelang das Rückrad der Feuerwehrleute. Sprunghaft stiegen die Einsatzzahlen in die Höhe wobei die Brandeinsätze eine untergeordnete Rolle spielten. Verstärkt rückte die Groß Schönebecker Wehr zu Technische Hilfeleistungen (THL) oder Verkehrsunfällen auch von schwerster Art aus. Somit musste dringend ein Rettungsgerät angeschafft werden. Damit konnten dann die Kameraden bei einem VKU im Fahrzeug eingeklemmte Personen retten oder leider nur noch tot bergen wobei dem Kameraden grausamste Bilder nicht erspart blieben.

Auf Grund der weiter steigenden Einsatzzahlen wurde der MAN massiv beansprucht und wiederum ein MAN BJ 1974 LF8 mit 800l Wasser als Ersatzteilspender von der Berliner Feuerwehr beschafft. Der MAN war aber noch so gut in Schuss so dass er gleich in den aktiven Dienst mit übernommen werden konnte.

Im August 1999 wurde speziell für Waldbrände durch das Amt Groß Schönebeck von der Forst für symbolisch 1,00 DM ein TLF 15 BJ 1956 Typ G5 mit 2000l Wasser beschafft. Von den Kameraden durch seine Robustheit auch heute noch ein sehr geschätztes Einsatzfahrzeug.

Speziell für die steigenden Zahlen von VKU`s wurde durch das Amt Groß Schönebeck im November 1997 ein VW Syncro mit Rettungsgerät angeschafft.

Als grundsätzliches Problem erwies sich in den Jahren immer wieder die Größe des Gerätehauses. Auf Grund der fehlenden finanziellen Mittel ist ein Neubau immer wieder verschoben worden. Bis dann im Jahr 1997 der Neubau des neuen Gerätehauses auf der Prioritätenliste des neuen Landkreises Barnim ganz oben stand.

Damit das ganze Vorhaben auch tatsächlich durchgeführt werden konnte entschlossen sich die Kameraden Kurzerhand ohne Absprache mit den zuständigen Verwaltungsbehörden das alte Gerätehaus am 15.05.1998 selbständig abzureißen. Und noch im gleichen Jahr konnte das neue Gebäude gebaut und am 19.12.1998 feierlich eingeweiht werden.

Ganz umstritten war das neue Gerätehaus nicht, vor allem über die Größe ist viel geredet worden. Durch die klaren Vorgaben vom Gesetzgeber, Groß Schönebeck sollte Stützpunkt Feuerwehr werden, hatten die Kameraden keinen Einfluss über die Größe und vorzuhaltenden Stellplätze. Für über 1,3 Millionen DM wurde das heutige Gerätehaus mit 6 Stellplätze aber ohne Inneneinrichtung erbaut. Die Inneneinrichtung wurde nach und nach beschafft.

Mit der Zeit ist der Fahrzeugpark der Groß Schönebecker Feuerwehr in die Jahre gekommen. Am 14.02.2002 wurde durch das Amt Groß Schönebeck ein neues TLF 16/25 Typ MAN mit 2400 l Wasser und Rettungsgerät für 250.000 DM und im gleichen Jahr ein gebrauchter MTW Typ VW T4 für 17.000 DM angeschafft. Dafür wurde der MAN LF8 bei der Groß Schönebecker Wehr ausgemustert und der FFw Klandorf zugeführt.

Im Mai 2003 begingen die GS Kameraden mit einem großen Festakt incl. Festumzug ihr 100 jähriges Gründungsjubiläum. Viele Gäste kamen der Einladung nach, selbst der Landrat Herr Ihrke kam um die Kameraden/innen zu beglückwünschen.

2006 stand eine durch das Ministerium in Potsdam beschlossene Gemeindegebietsreform an. Das Amt GS wurde aufgelöst und durch einen Bürgerentscheid ging Groß Schönebeck mit der alten Gemeinde Finowfurt zusammen und es entstand mit angrenzenden Orten die neue Gemeinde Schorfheide. Von nun an gab es die eigenständige Stützpunktfeuerwehr Groß Schönebeck nicht mehr. Sie wurde in die Feuerwehr Schorfheide als Löschzug integriert. Der Groß Schönebecker Löschzug ist jetzt der größte in der neuen Gemeinde.

Im Mai 2012 wurde der MTW VW T4 ausgemustert und zur weiteren Verwendung dem Gemeindebrandmeister der Gemeinde Schorfheide als Dienstwagen zur Verfügung gestellt. Als Ersatz erhielten die Groß Schönebecker einen ebenfalls gebrauchten MTW BJ 2006 Typ Ford Transit.

Vom 24.-26. Mai 2013 feierte die Feuerwehr Groß Schönebeck ihr 110 jähriges Bestehen. An die 100 Gäste folgten der Einladung. Der Landrat Herr Ihrke war natürlich auch wieder dabei und ließ es sich nicht nehmen sich bei den Groß Schönebecker Kameraden/innen für die geleistete Arbeit zu bedanken. Trotz des einsetzenden Regens säumten viele Gäste und Bürger aus Groß Schönebeck die Straßen um den Festumzug zu begleiten.

Im November 2014, mit einem Jahr Verspätung, konnte mit Hilfe des Kreisbrandmeisters Kamerad Salvat-Berg aus der Landesbeschaffung ein neues TLF 20/40 Typ MAN mit 4000 l Wasser und 500 l Schaum in Höhe von 260.000 € angeschafft werden. Die Gemeinde Schorfheide beteiligte sich mit 100.000 € daran. Im Gegenzug wurde mit schweren Herzens der „Alte Berliner“ TLF 16/24 Typ MAN der über Jahre die Hauptlast der Feuerwehr getragen hatte an eine Ortsansässige Firma verkauft und in den wohlverdienten Ruhestand geschickt.

Die hohe Einsatzbereitschaft bei Übungen, Ausbildungen aber vor allem bei Einsätzen die nicht selten unter Gefahr für Leib und Leben stattfanden, verhalf unseren Kameraden dazu, dass die Freiwillige Feuerwehr Groß Schönebeck eine in sich geschlossene Mannschaft blieb, zu einer verschworenen Mannschaft wurde, welche die Gemeinschaft in Groß Schönebeck wesentlich prägte und noch prägt.

                  

Mitglieder der FFw GS Stand 6/2016

  • 43 Kameraden/innen
  • JF 10 Brandschützer/innen

                                    

Aktuelle Ortswehrführung

  • OWF Kam. Kay Bartl
  • 1. stellv. Kam. Martin Suter
  • 2. stellv. Kam. Frank Bergk
  • Gerätewart Kam. Christian Miether-Keil
  • Gerätewart kam. Markus Knöpnadel
  • Jugendwart Kam. Karsten Driever
  • Jugendwartin Kam. Sabine Kubatzki-Schmidt