Drucken

Feuer in der Schlufter Straße

Geschrieben von Rainer Klemke am . Veröffentlicht in Aktuelles

Dachstuhlbrand im Haus der Familie Bukuev

Glück im Unglück hatte die Familie Bukuev am 16. Dezember 2016, als am Vormittag unter ihrem Dach ein Feuer ausbrach. Die junge Mutter saß mit zwei Kindern ahnungslos im Haus und wurde erst durch Passanten aus dem Haus und in Sicherheit gebracht, die die Flammen aus dem Dachstuhl schlagen sahen. Der Vater war in Berlin zum Einkaufen und die Großmutter holte zu der Zeit gerade die beiden ältesten Kinder aus dem Kindergarten ab.

Die Freiwillige Feuerwehr Groß Schönebeck traf nur wenige Minuten nach der Alarmierung fast zeitgleich mit einem vorsorglich alarmierten Rettungshubschrauber und einem Krankenwagen ein. Dabei konnte zuerst festgestellt werden, dass die junge Frau und ihre Kinder keine Rauchvergiftung erlitten hatten.

Zusammen mit den nachgezogenen Löschzügen aus Klandorf und Zerpenschleuse konnte das Feuer schnell gelöscht werden. "Fünf Minuten später", so der Einsatzleiter Kay Bartl, "und wir hätten das Haus nur noch kontrolliert abbrennen lassen müssen." Vom Einsatz seiner 19 Kolleginnen und Kollegen zeigte sich Bartl sehr zufrieden: "Das lief wie im Bilderbuch ab." Als Brandursache wurde ein Kabelbrand vermutet, was aber von der angerückten Kriminaltechnik noch näher untersucht wird. Ein Fremdverschulden wurde von Feuerwehr und Polizei ausgeschlossen.

Der von der Familienpatin und Hausbesitzerin alarmierte Landkreis schickte umgehend eine Betreuerin von der EJB, die die Familie zunächst im Übergangswohnheim in Wandlitz unterbringen sollte. Das Willkommensteam des Bürgervereins konnte das in Absprache mit der Familie dankend ablehnen, weil die Bukuevs schon wegen der Kinder, aber auch den gewachsenen Bindungen unbedingt in Groß Schönebeck bleiben wollen. So wurde die Familie vom Teamleiter Jan Ivers und der Patin Diana Rex-Thon und Sebastian Thon zunächst in einer Wohnung in der Schlufter Straße untergebracht und versorgt.

Die Polizei kam wegen der Schlüsselworte "Feuer" und "Geflüchtete" mit einem großen Aufgebot zur Untersuchung des Brandes und zeigte sich sehr beeindruckt von den sofortigen vielfältigen Hilfeangeboten und Hilfestellungen sowie ersten Geldspenden für die Familie Bukuev aus dem Dorf. Das hätten sie, so der Einsatzleiter, in dieser Form noch nirgends erlebt.

Auch Ortsvorsteher Hans-Joachim Buhrs, der sehr schnell am Ort des Geschehens war und seine Hilfe anbot, zeigte sich sowohl von dem professionellen Job der Freiwilligen Feuerwehr wie auch von der schnellen Hilfsorganisation des Willkommensteams beeindruckt.

Der Brand- und Wasserschaden an dem Haus ist erheblich, so dass leider trotz aller Bemühungen der Feuerwehr von einem Totalverlust für die Familie Rex-Thon ausgegangen werden muss.

Infolge des Feuerwehreinsatzes war die Schlufter Str. vorüberghend in beide Richtungen gesperrt.