Groß Schönebeck
  • Startseite
    • Sitemap
    • Anmelden/Abmelden
  • Unser Ort
    • Aktuelles
    • Webcam
    • Wetterstation
    • Ortsvorsteher / Amt
    • Lage / Anfahrt
    • Umgebung / Freizeit / Tourismus
    • Geschichte
      • Themenpfad Walter Krumbach
    • Historische Bilder
    • Kirche
    • Kleine Grundschule
      • Förderverein Kleine Grundschule Groß Schönebeck
    • Krippe/Kindergarten/Hort
    • Kinderbibliothek
    • Freiwillige Feuerwehr
    • FSV Schorfheide Groß Schönebeck
    • Ehrenamt
  • Die Schorfheide
    • Gemeinde Schorfheide
    • Ortsteil Klandorf
    • Ortsteil Böhmerheide
    • Ortsteil Schluft
    • Rezepte aus der Schorfheide
    • Weiterführende Links
    • Treffpunkte in der Schorfheide
    • Kreis Barnim
  • Bürgerverein
    • Über uns/Jahresberichte
    • Satzung/Ordnung
    • Beitrittsformular
    • Bürgerhaus
    • Gründungsmitglieder
    • Unser Dorf hat Zukunft
    • Europäischer Dorferneuerungspreis
    • Bürgerverein auf Facebook
    • Bürgerverein auf YouTube
    • Bürgerverein Bildergallerien
    • Willkommensteam Groß Schönebeck
  • Veranstaltungen
    • Jahresübersicht
    • Monatsübersicht
    • Termine in eigenen Kalender exportieren
  • Branchenbuch
    • Gesundheit und Soziales
    • Gewerbe und Geschäfte
    • Musik und Kultur
    • Allgemeine Einrichtungen
    • Vereine und Gemeinschaften
    • Tourismus und Übernachtungen
    • Essen und Trinken
  • Impressum
    • Datenschutzerklärung
Details
Kategorie: Geschichte
Rainer Klemke By Rainer Klemke
Rainer Klemke
25.Juni
Hauptkategorie: Ort
25. Juni 2013
Zuletzt aktualisiert: 25. Juni 2013
Zugriffe: 25393

Brandwache in Groß Schönebeck

Groß Schönebeck war seit den Brandschatzungen im 30jährigen Krieg immer wieder Schauplatz großer Brände. Der sommerlich trockene Wald rund um den Ort, Blitzschlag und auch der Funkenflug der Holzheizung waren Gefahrenquellen, die viele Häuser in Flammen aufgehen ließen. Außerdem brannten häufig die selbstgebauten Ställe, da es üblich war, die Asche auf den Mist zu kippen.

wache
Die 1903 gegründete Freiwillige Feuerwehrtruppe von Groß Schönebeck auf einem Foto von1906:

1. R.v.l.: Carl Wreh (Gastwirt), Albert Fischer (Malermeister), Gottlieb Grassow (Bauer), Rudolf Schröder (Klempner), Karl Henne,?, Fritz Keil, 2. R. v.l.: ?, Paul Gerhard (Stellmachermeister), Gustav Foederer, Wilhelm Bohm, Daesler, Emil Peter, Hermann Eßling, August Brüning, Rudolf Gerhard, Heinrich Suchrow (Arbeiter), 3. R. v.l.: Johannes Maaß (Drogist), Paul Zeumer (Gastwirt), Paul Gerber (Landwirt), Georg Liepner (Gastwirt), Hermann Schröder (Zimmerermeister), Wilhelm Pete (Landwirt)r, Ferdinand Graef, Fritz Leeske (Bauer), Paul Müller

 

Dies führte einerseits dazu, dass Anfang des 19. Jahrhunderts nach einem schrecklichen Brand eine Aussiedlung vieler Bewohner nach Klandorf eingeleitet wurde – um zwischen den Häusern im Ort einen Sicherheitsabstand zu bekommen, andererseits zu einer ständigen Brandwache, die nachts von einem Nachtwächter übernommen wurde. Dieser musste in regelmäßigen Runden das Dorf abschreiten und nach dem Rechten sehen und ansonsten auf dem Lindenplatz in seinem Wachhäuschen Wache halten. Sobald der Nachtwächter ein Feuer entdeckte, hatte er in sein Horn zu stoßen und durch Rufen die Einwohner zu wecken. Dann musste der Küster auf den Kirchturm steigen und so lange die kleine Glocke läuten, bis das Feuer gelöscht und keine Gefahr mehr bestand. Alle Einwohner hatten sich gleichzeitig mit allen Gefäßen, in der Regel waren es hölzerne Eimer, an den Brunnen einzufinden, um in einer Kette mit Wasser gefüllte Eimer zur Brandstelle durchzureichen und ständig den Wasserkasten der Spritze nachzufüllen. Bei Gewitter hatte man sich sofort nach Hause zu begeben, um bei einem möglichen Blitzeinschlag zum Löschen zur Verfügung zu stehen.

gasthof liepner
Feuerwehrübung am Gasthof Liepner

Mehr über die Brandbekämpfung in Groß Schönebeck und die Geschichte der Feuewehr findet sich in der Festschrift zum 100jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr „Wasser marsch!“ von Helmut Suter.

kleineglocke
Kleine Feuerglocke im Kirchturm von Groß Schönebeck

Der bekannteste der Schönebecker Gemeindediener, Nachtwächter und Ausrufer war vor dem ersten Weltkrieg der „dicke“ Fritz Miersch. Mit seinen 150 kg Lebendgewicht war er eine überaus eindrucksvolle Persönlichkeit, aber auch ein Gegenstand zahlreicher Streiche der Dorfjugend. Nach einer „Hochzeitsvisitation“ soll er eines Abends in seinem Schilderhaus stehend eingeschlafen sein. In der Feuerwehrchronik von Helmut Suter wird darauf hingewiesen, dass sich der Feuerwächter „Sonntags in Krügen und Wirtshäusern, wo Hochzeiten, Kindelbier oder andere Lustbarkeiten sind, auch wo stark gebrand und Branntwein gebrannt wird, sich fleißig sehen zu lassen“ hatte. Da kam dann schon das eine oder andere Gläschen oder auch der eine oder andere Humpen in die Kehle des Nachtwächters zur Löschung des inneren Brandes. Fritz Miersch muss so von Speis und vor allem Trank mitgenommen gewesen sein, dass böse Buben die Vorderseite des Schilderhauses zunageln konnten, ohne dass dabei erwachte. So konnte er erst am frühen Morgen befreit werden. Andere erzählen, dass er schwer angeheitert nach seinem Rundgang eingeschlafen war und ihn die Dorfjugend mitsamt seinem Schilderhaus umkippte. Da das Haus mit der Öffnung nach vorn am Boden lag, konnte sich Miersch angesichts seines Eigengewichtes nicht selbst befreien und musste auch hier bis zum Morgen ausharren.

Miersch zog um abends durch das Dorf und sang die Zeit aus: „Liebe Leute lasst Euch sagen, unsere Uhr hat 10 geschlagen. 10 Gebote setzt Gott ein, dass wir soll’n gehorsam sein.“ Er hatte auch das Amt des Ausrufers, der die Bekanntmachungen der Gemeinde zu verkünden hatte. Die Kinder wurden nach draußen geschickt, um zu hören, was es Neues gab. Manche hatten Scheu vor der lauten Stimme und horchten lieber hinter der Tür. Gab es eine Versammlung oder Veranstaltung in einer der zahlreichen Gaststätten des Ortes, wartete Fritz Miersch, bis alle nach Hause gefunden hatten und löschte dann das Straßenlicht.

Als Gemeindediener war er auch für den Friedhof zuständig und pflegte das Kriegerdenkmal auf dem Lindenplatz. Angesichts seiner nächtlichen Dienste war er dabei gelegentlich sehr müde, so dass es ihn hinter die Fliederhecke zog. Dort entschlummerte er nach einem tiefen Schluck aus seiner Gießkanne selig und das war wegen seines nachhaltigen Schnarchens über mehrere Gehöfte hinweg zu hören.

Rainer Klemke
Rainer Klemke
Vorheriger Beitrag: Hermann Göring und Groß Schönebeck Zurück Nächster Beitrag: Der Groß Schönebecker Raubzug Weiter

Die Neuesten Beiträge

  • Ortsbeirat 2024
    Ortsvorsteher 28.Juli
  • Stichwahl am 10. Mai 2026
    Aktuelles 06.Mai
  • Wagnergedenken in Groß Schönebeck am 29. April 2026
    Aktuelles 04.Mai
  • Wahlinformation Fragestunde zur Landratswahl Kreis Barnim
    Aktuelles 02.März
  • 13. Neujahrsspendenlauf
    Aktuelles 05.Feb.
  • Frohes Weihnachtsfest und gesundes neues Jahr 2026
    Aktuelles 29.Dez.
  • Kaffe und Kuchen zum Ersten Bürgervereinscafe im Bürgerhaus
    Aktuelles 18.Okt.
  • 💛 DANKE – Gemeinsam haben wir es geschafft!
    Aktuelles 04.Sep.
  • Kita "Borstel" braucht Unterstützung: Rettet unser Spielgerät!
    Aktuelles 18.Juli
  • Keine Veranstaltungen mehr verpassen?
    Aktuelles 10.Juni

Meistgelesene Artikel

  • Webcam
    08.März
  • DDR-Prominenz in Groß Schönebeck
    25.Juni
  • Hermann Göring und Groß Schönebeck
    25.Juni
  • Impressum
    19.Juni
  • Die bekannteste und erfolgreichste Kaufhalle der DDR: „Berliner Bier – gab’s nur hier“ oder: Tausche Kühlschrank gegen Ferienplatz
    25.Juni
  • Wetterstation
    07.Juni
  • Beitrittsformular
    19.Juni
  • Über uns
    19.Juni
  • Der kindliche Charme des Groß Schönebecker Dichters Walter Krumbach
    25.Juni
  • Gründungsmitglieder
    24.Juni
Copyright © 2026 Bürgerverein Groß Schönebeck/Schorheide. Alle Rechte vorbehalten.
Joomla! ist freie, unter der GNU/GPL-Lizenz veröffentlichte Software.