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Landrat Daniel Kurth informiert sich über Probleme in Groß Schönebeck

Geschrieben von Rainer Klemke am . Veröffentlicht in Aktuelles

 

Ortsvorsteher Hans-Joachim Buhrs, Bürgervereinsvorsitzender Jörg Mitzlaff, Landrat Daniel Kurth (v.l.n.r., Foto: Klemke)

Der neu gewählte Landrat Daniel Kurth machte am 5. November 2018 seinen Antrittsbesuch in Groß Schönebeck. Ortsvorsteher Hans-Joachim Buhrs und Mitglieder des Ortsbeirats sowie Groß Schönebecker Gemeindevertreter empfingen ihn im Traditionsbauernhof von Jürgen Bohm. Dabei kamen nicht nur belegte Brote und Kuchen, sondern auch die Probleme auf den Tisch, die das Dorf bewegen:

Der Zustand des alten Kindergartengebäudes im Kastanienweg, der wegen ungeklärter Eigentumsverhältnisse vor sich hin rottet, der Verkauf der Grundstücke auf dem ehemaligen Sägewerk der Forst in der Kannegießerstraße ohne Zustimmung des Ortsbeirats, der desolate Zustand des ehemaligen Beyersdorfhauses neben der Sparkasse, die Bemühungen des Ortsbeirats um die Schaffung von altersgerechten Wohnungen, nachdem das Projekt in der Rosenbecker Straße gescheitert ist und dort nun Einfamilienhäuser der Firma Heinz von Heyden entstehen, das Buckelpflaster am Anfang der Eichhorster Straße, die fehlende Übersicht der verschiedenen Förderprogramme des Landkreises, der ausstehende Lückenschluss des geplanten Radweges von Groß Schönebeck zum Sarnow, die Nichterreichbarkeit der Polizei nach dem Strohmietenbrand nach dem Erntefest, die Auswirkungen der zunehmenden Wolfspopulation auf die Landwirtschaft und die Frage, ob im geplanten Wolfsinformationszentrum im Wildpark auch die negativen Aspekte der Wiederansiedlung der Wölfe im Land angesprochen werden. Thema war auch wieder die Schließung der Sparkassenfiliale im Dorf, der von den Bürgerinnen und Bürgern als Signal des Rückzuges aus dem ländlichen Raum aufgefasst wurde und weiterhin ein großes Ärgernis darstellt, auch wenn nun noch im November am EDEKA-Markt ein Geldautomat aufgestellt wird, an dem Kunden der Barnimer Sparkasse kostenfrei Geld abheben können. Orstvorsteher Buhrs verwies darauf, dass alle Kandidaten bei der Landratswahl Lösungen zugunsten einer angemessenen Geldversorgung im nordwestlichen Teil des Landkreises und der Gemeinde Schorfheide versprochen hatten.

Landrat Kurth zeigte sich sehr aufgeschlossen und kooperativ, im Rahmen seines Verantwortungsbereiches Hilfestellung zu leisten bzw. entsprechende Informationen zugänglich zu machen. Obwohl es dafür keine Zuständigkeit im Landkreis gebe, liegt ihm die Frage des altersgerechten Wohnens sehr am Herzen und er sei dabei, dazu eine Bestandsaufnahme zu machen. Auch hinsichtlich der Straßen und Radwege im Landkreis sei er dabei, den Status zu ermitteln und dabei auch den Lückenschlüssen Priorität einzuräumen und den Gemeinden dafür Mittel zur Verfügung zu stellen. Hinsichtlich der Polizeiverfügbarkeit wies er darauf hin, dass das Land dabei sei, den Personalstamm deutlich zu erweitern, aber bei einerseits anhaltendem altersbedingten Abbau könne nur schrittweise neues Personal ausgebildet werden, das nun Jahrgang für Jahrgang den Bestand von 7000 auf 8700 Polizisten auffüllt. Hinsichtlich des konkreten Anlasses werde er aber unmittelbar mit dem Innenminister sprechen.

Angesichts der großen Waldbrände im Land fragte Kurth nach dem Zustand der Tiefbrunnen, der Waldwege und Schneisen in der Gemeinde, da er auch dabei sei, die Einrichtungen des Brandschutzes im Landkreis intensiv zu überprüfen, damit dieser gegen solche Brandkatastrophen bestmöglich gewappnet sei.

Abschließend lud der Ortsvorsteher den Landrat ein, zur Eröffnung des Weihnachtsmarktes am 8. Dezember sowie zum Tag der Offenen Höfe am 15. und 16. Juni 2019 nach Groß Schönebeck zu kommen, was dieser zusagte.